Warnstreik in der Systemgastronomie

5,07 Euro pro Monat über Mindestlohn: Provokantes „Angebot“ bringt Fastfood-Mitarbeiter auf die Straße

Die Antwort der Beschäftigten an die Arbeitgeber ist genauso schnell wie die Produkte der Schnellrestaurantketten

Nach drei ergebnislosen Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) erhöht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) den Druck und ruft bundesweit zu Warnstreiks und Aktionen auf. Mit lautstarkem Protest zeigten heute die Beschäftigen bei Nordsee und Pizza Hut in der Schildergasse in Köln deutlich, was sie vom „Angebot“ der Arbeitgeber halten. McDonald’s, Nordsee, Pizza Hut und Co. wollen die rund 100.000 Beschäftigten in der deutschen Systemgastronomie mit Löhnen auf Mindestlohnniveau abspeisen. Für die unterste Tarifgruppe soll es eine „Erhöhung“ auf 8,87 Euro pro Stunde geben – bei Vollzeit sind das 5,07 Euro pro Monat (brutto) über dem Mindestlohn.

„Die Arbeit in der Systemgastronomie ist geprägt von großem Zeitdruck, viel Stress und direktem Kundenkontakt. Diese Arbeit ist viel mehr wert als den Mindestlohn. Für die Beschäftigten ist das ‚Angebot‘ eine Provokation und zeigt die fehlende Wertschätzung für ihre Leistung. Sie sind zu Recht wütend und fordern einen fairen Lohn für ihre tolle Arbeit.“ Das sagte Elmar Jost vom Büro der Gewerkschaft NGG in der Region Köln.

Hintergrund: Die Gewerkschaft NGG verhandelt mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) über mehr Geld für die rund 100.000 Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen des BdS. Dazu gehören unter anderem McDonald’s, Burger King, Starbucks, Nordsee, Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut. Die NGG fordert 6 Prozent mehr Geld für alle Beschäftigten und Einstiegslöhne deutlich oberhalb des Mindestlohns von 8,84 und nicht unter 9,00 Euro pro Stunde.

Die Warnstreiks heute in Köln bei Nordsee und Pizza Hut in der Schildergasse bilden nur den Anfang. Die Beschäftigten sind bereit weiter und härter zu kämpfen, damit die Arbeitgeber endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen. Beim nächsten Mal bleibt es nicht nur bei einer Stunde Warnstreik. Da sind sich alle einig. Die Solidarität wächst, denn die Menschen verstehen das Prinzip „Miteinander und Füreinander“.

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